AGO AG Energie + Anlagen lädt zum Kolloquium der Kältetechnik am 25.09.2007 nach Kulmbach
Am 25.09.2007 wird im Bayerischen Brauereimuseum in Kulmbach eine Veranstaltung zum Thema Abwärmenutzung zur Niedertemperaturkälteerzeugung von der AGO AG Energie + Anlagen und dem ILK Dresden ausgerichtet.
Wann immer in der Lebensmittelindustrie Minustemperaturen für die Kühlung von Fertigprodukten oder Rohstoffen benötigt werden, rücken die mit elektrischer Energie betriebenen Kompressionskälteanlagen auf den Plan. Noch! Denn Strom wird immer teurer und seine Erzeugung geht außerdem mit unerwünschten Schadstoffemissionen einher. Deshalb bietet sich die Nutzung einer anderen Energie an, über die viele Unternehmen quasi kostenlos verfügen, weil sie ohnehin schon da ist. Die Rede ist von der Abwärme, die bei Herstellungsprozessen für Lebensmittel (z.B. mittels Backstraßen) oder beim Betrieb eines Blockheizkraftwerkes entsteht und zu einem mehr oder weniger großen Teil ohne weitere Verwendung nach außen abgegeben wird. Welch eine Verschwendung!
Bei dem Kolloquium der Kältetechnik wird durch Fachvorträge die Funktionsweise, die Einsatzgebiete und vor allem über die Kosteneinsparung durch die Ammoniak / Wasser Absorptionskälteanlage für Temperaturen unter 0°C referiert werden. Als Hauptzielgruppe sind Entscheider aus der Lebensmittelindustrie, insbesondere technische Leiter oder Produktionsleiter zu sehen. Ingenieur- und Planungsbüros, welche sich mit der effizienten Planung von Produktionsstätten und Energieversorgung beschäftigen, sind ebenso herzlich eingeladen.
Wirkungsweise der Absorptionskälteanlage
Bei der Absorptionskälteanlage (AKA) nimmt das Kältemittel (Ammoniak) auf der “kalten Seite” einen Wärmestrom auf und verdampft dabei. Der Kältemitteldampf wird von einer flüssigen Lösung (wässrige Ammoniaklösung) mit einem starken Lösungsvermögen aufgenommen. Der dabei freigesetzte Wärmestrom muss abgeführt werden. Eine Pumpe fördert mit geringem Energieaufwand die inkompressible Lösung mit dem Kältemittel auf das höhere Druckniveau. Durch Wärmezufuhr im Generator (Antrieb des Prozesses) tritt das Kältemittel wieder aus der Lösung aus und wird im Kondensator unter Wärmeabgabe verflüssigt. Kältemittel- und Lösungskreislauf werden über Entspannungsventile geschlossen. Zur Steigerung der energetischen Effizienz enthält der Lösungskreislauf noch einen Wärmeübertrager. Das Kältemittel Ammoniak besitzt hervorragende thermodynamische Eigenschaften. Es gehört deshalb zu den klassischen Kältemitteln, die bereits Linde in seinen Kältemaschinen eingesetzt hat und damit einer breiten Anwendung zugänglich machte. Es hat bis heute seinen Stellenwert behauptet. Trotz Toxizität und Brennbarkeit (in engen Grenzen) sind Kälteanlagen mit Ammoniak als Kältemittel nach dem Stand der Technik sicher!
Einsatzbereiche:
- Lebensmittel- und Getränkeindustrie
- Großbäckereien, Chips- und Frittierfabriken
- Milchkühlung
- Gefrier- und Kühllagerung
- Fischverarbeitungszentren
- Chemische und petrolchemische Industrie
- Gasturbinenluftkühlung
- etc.
Über AGO AG Energie + Anlagen
Das 1980 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kulmbach ist Spezialist im Bereich innovativer und effizienter Energieversorgungsanlagen für Industriekunden und Kommunen. Dabei fokussiert sich die AGO AG Energie + Anlagen auf die Geschäftsfelder Anlagenplanung, Anlagenbau sowie Service und Beratung. Die Kernkompetenz der Gesellschaft liegt vor allem bei Blockheizkraftwerken, im wärme-, kälte- und lufttechnischen Anlagenbau, Biomasseheizkraftwerken und der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Standortstudien/-entwicklung, Energieeffizienzberatung, Roh- und Brennstoffmanagement sowie das Emissionshandelsmanagement runden das Geschäftsmodell ab. AGO steht für Effizienz, Sicherheit und Technologiekompetenz ihrer Energieversorgungsanlagen.
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