AGO AG Energie + Anlagen lud zum 1.Nordbayerischen Energietag

+++ Die bayerische Wirtschaft diskutiert kosteneffiziente Lösungen für den Mittelstand bei CO2 und Energie beim 1. Nordbayerischen Energietag
+++ Über 70 Unternehmensvertreter aus ganz Bayern und Deutschland waren anwesend
+++ Gemeinschaftsveranstaltung von BayME, KNF, BF/M und der AGO AG Energie + Anlagen
+++ Das Thema Energie beschäftigt den Mittelstand auf Schloss Thurnau

Steigende Energiekosten zwingen Unternehmen zum Umdenken – Lebenszykluskosten einer Anlage als Entscheidungsgrundlage

Kulmbach, Thurnau 18. Juli 2008: Im vollbesetzten Kutschenhaus des Schlosses Thurnau, kamen mehr als 70 Unternehmensvertreter aus Bayern und ganz Deutschland zusammen, um kosteneffiziente Lösungen bei CO2 und Energie beim 1. Nordbayerischen Energietag zu diskutieren. Die Gemeinschaftsveranstaltung der AGO AG Energie + Anlagen, BayME, dem Kunststoff-Netzwerk Franken und dem BF/M-Bayreuth traf angesichts immer weiter steigender Energiepreise den Nerv der Unternehmen.

In seiner Begrüßung unterstrich Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Mitglied des Deutschen Bundestages, die Bedeutung dieser Veranstaltung für die Region und die einheimische Industrie. Lösungen seien gefragt und er forderte einen ganz klaren Fahrplan der Energiepolitik in Deutschland.

Franz Brosch, Geschäftsführer vbw/BayME/VBM-Geschäftsstelle Oberfranken betonte anschließend mehrmals, dass Klimaschutz nicht zu Lasten der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen gehen darf. Er forderte eine international abgestimmte Klimapolitik mit Augenmaß. “Der Öffentlichkeit gilt es noch viel stärker als bisher deutlich zu machen, dass die deutsche Industrie in erster Linie Teil der Lösung und nicht Teil des Problems ist” so Brosch weiter.

Die folgenden Fachvorträge zeigen anschaulich die Energieeffizienzpotentiale in Geräten und Anlagen auf und stellten Lösungsansätze zur Diskussion.

“Hauptenergieverbraucher der deutschen Industrie ist die Prozesswärme mit 66 % sowie mechanische Energie”, so Dr. Ing. Andreas Obermeier vom Lehrstuhl für Technische Thermodynamik der Universität Bayreuth. Diese Aussage macht deutlich, in welchen Bereichen durch Energieeffizienzmaßnahmen erhebliches Potential in Industrie und Gewerbe genutzt werden kann. Informationen zu Betriebskosteneinsparungen am Beispiel von Kälteanlagen, Lüftungs- und Klimatechnik, Unternehmenschancen durch den Emissionshandel sowie Fördermöglichkeiten für Energieeffizienz und erneuerbare Energien wurden im Rahmen der Referate sowie in den Pausen umfassend diskutiert. Die durchgängige Kernaussage der gesamten Veranstaltung und aller Vortragenden war die Forderung nach einem Umdenken bei der Beschaffung von Anlagen, insbesondere bei Mittelständischen Unternehmen. Es darf in der Zukunft nicht mehr darum gehen die kostengünstigste Anlage nach dem Beschaffungspreis auszuwählen, es gilt vielmehr die Gesamtkosten der Anlagen während Ihres Lebenszyklus in die Amortisationsrechnung einzubeziehen. Einige große Unternehmen haben bereits erkannt, dass es keinen Sinn macht, Wartungs- und Energiekosten bei der Investitionsentscheidung außen vor zu lassen. Tomas Hecker von der Trox GmbH brachte es auf den Punkt: „Bedenken Sie die Kosten für einen eventuell höheren Energieverbrauch über die Lebenszeit der Anlage betrachtet, betragen oft ein Vielfaches der Anschaffungskosten.“ Es mache ökonomisch und energiestrategisch keinen Sinn, aus „Kostenstellenüberlegungen“ heraus auf der einen Seite billiger zu kaufen und dafür aus der anderen Tasche sehr viel mehr Geld durch die Folgekosten zu verausgaben. Einige große Unternehmen haben dies bereits erkannt.

Die Geschäftsführerin des BFM-Bayreuth, Frau Heckner, schloss die Veranstaltung und lud die Anwesenden zu einem fränkischen Büffet ein, in dessen Rahmen noch sehr lange diskutiert wurde.

Hans Ulrich Gruber, Mitglied des Vorstands der AGO AG: “Vor knapp zwei Jahren hatten wir in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Kunststoff-Netzwerk Franken die Idee, eine solche Veranstaltung auszurichten. Es freut uns, dass wir dieses Jahr unsere Idee realisieren konnten.” Hans Rausch vom Kunststoff-Netzwerk Franken betonte: “Wir sind uns alle einig, es wird nicht der erste und einzige Nordbayerische Energietag bleiben.”