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AGO AG Energie + Anlagen lud zum 2.Nordbayerischen Energietag

  • Modernes Energiemanagement erfordert eine ganzheitliche Betrachtung
  • Vertreter von über 60 Unternehmen aus ganz Bayern und Deutschland waren anwesend
  • Gemeinschaftsveranstaltung von vbw/BayMEVBM, BF/M, KNF und der AGO AG Energie + Anlagen

Energieeffizienz – eine Frage der ganzheitlichen Betrachtung

Kulmbach, Thurnau 8. Juli 2009: Auch in diesem Jahr führte die Gemeinschaftsveranstaltung des BF/M-Bayreuth, des Kunststoff-Netzwerk Franken und der AGO AG aus Kulmbach zahlreiche Firmenvertreter in Kulmbach zusammen, um sich über die aktuellen Fragestellungen auf dem Energiemarkt auszutauschen. In Anbetracht des zunehmenden globalen Wettbewerbs gilt es für Unternehmen aller Größenklassen, die vorhandenen Erfolgspotenziale kreativ, innovativ und so effizient wie möglich auszuschöpfen. Modernes Energiemanagement stellt einen dieser Erfolgsfaktoren dar. Der Nordbayerischen Energietag 2009 plädierte für eine ganzheitliche Betrachtung des Energieflusses im Unternehmen.

In ihren Grußworten unterstrichen sowohl Franz Brosch, Geschäftsführer der vbw/BayME/VBM-Geschäftsstelle Oberfranken, sowie der Regierungspräsident von Oberfranken, Wilhelm Wenning, die Bedeutung des effizienten Energiemanagements für KMU. Beide sprachen Klartext als es darum ging, die Kartellsünder im Energiebereich anzuprangern und sie wiesen darauf hin, dass das Thema „Energiemanagement“ nicht nur die Bilanzen im Unternehmen verbessert, sondern auch die Umwelt davon profitieren lässt. Brosch verurteilte Preisabsprachen der Energielieferanten scharf, da diese die marktwirtschaftliche Lage massiv verzerren. Wilhelm Wenning, Oberfrankens Regierungspräsident, verwies auf Ludwig Erhard als Vordenker der sozialen Marktwirtschaft, indem er sagte „Wer Ludwig Erhard gelesen hat, weiß, was man von Konzentrationen zu halten hat.“ Durch die Veranstaltung führten Kathrin Heckner, Geschäftsführerin des BFM-Bayreuth, sowie Hans Ulrich Gruber, Vorstand der AGO AG.

Zur „Energieeffizienz in Betrieben – Kosteneinsparung und Umweltschutz“ sprach Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch von der Hochschule Amberg-Weiden. Er erläuterte, welche Stationen ein Unternehmen durchlaufen muss, um sich einer optimalen Energienutzung anzunähern. Anhand von praktischen Beispielen rechnete er die gewaltigen Einsparpotenziale bereits für kleine und mittelständische Unternehmen vor.

Im Anschluss daran stellte Christian Männl von der AGO AG die Einsatzmöglichkeiten moderner Blockheizkraftwerke im Hinblick auf die Regelungen des Kraftwerkekoppelungsgesetzes vor. Entscheidend sei jedoch immer die individuelle Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Standortbedingungen, der Laufzeit, der Betriebskosten und evtl. der steuerlichen Vergünstigungen, so Männl.

Das Thema „Wärmepumpen“ stand im Mittelpunkt des nächsten Vortrags von Norbert Blümig, von der Alpha-InnoTec GmbH aus Kasendorf. Bei diesen Energiesystemen können durch eine Kaskadenkoppelung bis zu 800 Kilowatt Leistung erreicht werden. Der Referent demonstierte verschiedene Anwendungsmöglichkeiten sowie die Nutzung unterschiedlicher Wärmequellen wie Erdwärme, Wasser oder Luft.

Nach der Kaffeepause, die von angeregten Diskussionen unter den Teilnehmern und Referenten gekennzeichnet war, stellte Martin Hoyer von der ARBURG GmbH die Philosophie der ganzheitlichen Unternehmensbetrachtung in den Mittelpunkt. Sein Vortrag „Energiefluss beim Spritzgießen und Konsequenzen für optimierte Gebäudetechnik“ spannte den Bogen von der Spritzgussmaschine über elektrische und hydraulische Antriebssysteme bis hin zu Lüftungsanlagen und Kühlungstechnologien. Er erläuterte die Energiebilanzierung anhand von Beispielen von Spritzgussbetrieben und zeigte die entsprechenden quantitativen Energieeinsparpotenziale auf. Diese ganzheitliche Betrachtung entspreche der Philosophie von Arburg und werde auch in den Produktionsstätten konsequent umgesetzt.

Das Thema „Ganzheitliche Energieflussbetrachtung“ führte Walter Schuller von der Siemens AG in Nürnberg weiter. Er stellte Möglichkeiten vor, über entsprechende Messgeräte die Energiefresser im Unternehmen zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen die entsprechenden Leistungsspitzen zu kontrollieren und zu senken. Der Referent verglich dies mit einem Autofahrer ohne Tacho. „Wer seine Geschwindigkeit nicht kontrolliert, wird irgendwann fremd gemessen und zahlt“, so der Referent. Genauso ist es im Energiebereich. Nur durch die permanente lokale Messung des eigenen Energieverbrauchs wird es möglich, die Spannungsspitzen zu identifizieren und im Zeitablauf zu nivellieren. Dies führt zu einer weit besseren Verhandlungsbasis mit den Energielieferanten und hilft die Energieeinkaufskosten massiv zu senken.

Ganzheitliche Energiebetrachtung heißt auch einen professionellen Energieeinkauf durchzuführen. Eine Möglichkeit hierbei sind Ausschreibungen und elektronische Auktionen. Der Referent, Dr. Stefan Arnold, vermittelte den Anwesenden einen Überblick über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Energiemarktes und erläuterte seine Zusammensetzung. Er stellte generelle Beschaffungsoptionen vor und erläuterte das Prinzip von manuellen Energieausschreibungen sowie das Modell der elektronischen Auktion zur Strombeschaffung. Der spannende und kurzweilige Vortrag wurde immer wieder durch praktische Beispiele ergänzt und gab eine kompakte Übersicht über mögliche Beschaffungsstrategien am Energiemarkt.

Am Ende der Veranstaltung waren sich die Teilnehmer einig, dass das Ziel Unternehmen lernen von Unternehmen auch für diese Veranstaltung wieder erreicht wurde. Beim gemeinsamen Buffet im Anschluss gaben die Teilnehmer erste Anregungen für die Inhalte des Nordbayerischen Energietages 2010 an die Veranstalter weiter.

Wir freuen uns immer, wenn wir dazu beitragen können, komplexe Themen für die Unternehmen so aufzubereiten, dass diese in der täglichen Arbeit Vorteile daraus ziehen können, so Kathrin Heckner, Geschäftsführerin des BF/M-Bayreuth.

Weitere Informationen zum Nordbayerischen Energietag 2009 finden Sie unter www.bfm-bayreuth.de oder unter www.kunststoff-netzwerk-franken.de.


Über AGO AG Energie + Anlagen

Das 1980 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kulmbach ist Spezialist im Bereich innovativer und effizienter Energieversorgungsanlagen für Industriekunden und Kommunen. Dabei fokussiert sich die AGO AG Energie + Anlagen auf die Geschäftsfelder Anlagenplanung, Anlagenbau sowie Service und Beratung. Die Kernkompetenz der Gesellschaft liegt vor allem bei Blockheizkraftwerken, im wärme-, kälte- und lufttechnischen Anlagenbau, Biomasseheizkraftwerken und der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Standortstudien/-entwicklung, Energieeffizienzberatung, Roh- und Brennstoffmanagement sowie das Emissionshandelsmanagement runden das Geschäftsmodell ab. AGO steht für Effizienz, Sicherheit und Technologiekompetenz ihrer Energieversorgungsanlagen.

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