Nutzung der Mechanismen CDM und JI zur Reduzierung von Treibhausgasen im Rahmen von privatwirtschaftlichen Projekten
Mit Inkrafttreten des Kyoto Protokolls im Jahre 1997 und dem Abkommen von Marrakesch im Jahre 2001, hat die internationale Staatengemeinschaft seit Gründung des “Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen” (UNFCCC) von 1992 konkrete Schritte eingeleitet, den Klimaschutz aktiv zu gestalten.
Die das Kyoto Protokoll ratifizierenden Staaten, die sich dazu verpflichten ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren ( Annex B Länder ), erhalten neben den Möglichkeiten einen Emissionshandel auf nationaler oder regionaler Ebene einzuführen, die Möglichkeit nach Artikel 6 und 12 des Kyoto Protokolls in Klimaschutzprojekte anderer Länder (JI, Joint Implementation) oder in Kimaschutzprojekte in Entwicklungsländern (CDM, Clean Development Mechanism) zu investieren.
Die erste Phase des Emissionshandels in Deutschland von 2005 bis 2007 ist von fallenden Zertifikatpreisen geprägt. Dies wird sich in der zweiten Phase des Emissionshandels ändern, aufgrund der restriktiveren Vergabe von Zertifikaten und der Neuanpassung des Nationalen Allokationsplans (NAP). Den unter das TEHG fallenden Unternehmen steht es frei, in welcher Art und Weise sie die Vorgaben bzgl. ihrer Treibhausgasemissionen erfüllen. Es bieten sich hier die Möglichkeiten bei Überschreitung des CO2 Ausstoßes Zertifikate zuzukaufen, ihre Anlageneffizienz zu verbessern oder in THG – mindernde Auslandsprojekte zu investieren.
Hier liegt die Attraktivität von CDM und JI Projekten. Bei steigenden Zertifikatspreisen liegen die Grenzvermeidungskosten je nach Projekt in Zukunft unter den Preisen der im Emissionshandel gehandelten Zertifikate. Da es der Gesetzgeber im NAPII ermöglicht, 20% der für eine Anlage benötigten Zertifikate aus CDM oder JI Projekten zu beziehen und bislang die Anzahl der von deutschen Investoren getätigten Projekte sehr gering ist, besteht hier ein großes Entwicklungspotential.
Zwar ist der Erwerb von Emissionszertifikaten am Emissionshandel der einfachere Weg eine Unterdeckung mit Zertifikaten auszugleichen, dennoch lohnt es sich gerade für international tätige Unternehmen auch die Möglichkeit eine Investition in ein emissionsminderndes Projekt in einem anderen Industrieland (JI) oder Entwicklungsland (CDM) in Erwägung zu ziehen.
Für die Durchführung eines CDM oder JI Projekts ist es notwenig, ein Projekt in einem Industrie- oder Entwicklungsland zu identifizieren, bei dem das Verhältnis von Investitionsvolumen zu Treibhausgasreduktion möglichst günstig ist. Bei einem CDM Projekt kann ausgehend von dieser Projektidee ein Kurzcheck erstellt werden auf dem das Project Design Document (PDD) aufbaut. Ist das PDD mit allen notwendigen Bestandteilen wie Baselinestudie, Monitoring und Zusätzlichkeitprüfung ausgearbeitet, wird es den zuständigen Behörden im Gast- und Investorland vorgelegt. Nach einer Validierung durch einen externen Prüfer (DOE) erfolgt die Vorlage beim Executive Board des UNFCCC. Stimmt dieses dem Projekt positiv zu, so können nach einer in Intervallen erfolgenden Verifizierung / Registrierung und einem kontinuierlichen Monitoring vom UNFCCC sogenannte CERs (Certified Emission Reductions) ausgestellt werden, die national in handelbare Emissionszertifikate angerechnet werden.
Aufgrund des komplexen Projektablaufes ist es sinnvoll einen kompetenten Partner auf seiner Seite zu haben. Deshalb unterstützt die AGO AG ihre Kunden bei CDM und JI Projekten in Verbindung mit fachkundigen und erfahrenen Kooperationspartnern bei der kompletten Projektabwicklung, von der Projektidee bis zum Emissionshandel:
Folgende Leistungen bieten wir an:
- Beratung
- Bewertung von Projektideen
- Wirtschaftlichkeitsstudien für die gesamte Projektdauer
- Entwicklung von anlagentechnischen Ansätzen
- Ausarbeitung der technischen Lösungen
- Erstellung des notwendigen PDD
- Koordination der Anerkennung eines Projektes als CDM/JI Projekt
- Handel der erworbenen Zertifikaten
Über AGO AG Energie + Anlagen
Das 1980 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kulmbach ist Spezialist im Bereich innovativer und effizienter Energieversorgungsanlagen für Industriekunden und Kommunen. Dabei fokussiert sich die AGO AG Energie + Anlagen auf die Geschäftsfelder Anlagenplanung, Anlagenbau sowie Service und Beratung. Die Kernkompetenz der Gesellschaft liegt vor allem bei Blockheizkraftwerken, im wärme-, kälte- und lufttechnischen Anlagenbau, Biomasseheizkraftwerken und der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Standortstudien/-entwicklung, Energieeffizienzberatung, Roh- und Brennstoffmanagement sowie das Emissionshandelsmanagement runden das Geschäftsmodell ab. AGO steht für Effizienz, Sicherheit und Technologiekompetenz ihrer Energieversorgungsanlagen.
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